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Dienstag, 17. Oktober, 19h im Kafi Klick:
Veranstaltung zum Tag gegen Armut und Ausgrenzung
Niedriglohnsektor und zweiter Arbeitsmarkt

Peter Streckeisen, Uni Basel: Zweiter Arbeitsmarkt und Niedriglohnsektor
Mattia Mandaglio, VPOD: Teillohnprogramme der Stadt Zürich. Kritik aus gewerkschaftlicher Perspektive
Stephan Hochuli, Kafi Klick: Einführung. Kafi Klick, Entsolidarisierung und Entgegenwirken
Natalie Benelli, IG Sozialhilfe: Moderation

Wenig Lohn, viel Stress, monotone und harte Arbeit! Wer im Niedriglohnsektor arbeitet kennt diese Alltagsrealität – genauso wie Leute, die an einem Programm auf dem zweiten Arbeitsmarkt teilnehmen müssen. Trotz vieler Gemeinsamkeiten werden diese unzumutbaren Arbeits- und Lebensbedingungen gegeneinander ausgespielt. Denn seit rund 20 Jahren werden Sozialhilfebezüger_innen gezwungen, Gegenleistungen für ihr Sozialhilfegeld zu erbringen. Seither sind ausser Kranken alle gezwungen, in sogenannten Integrationsprogrammen zu arbeiten, um finanzielle Unterstützung vom Staat zu erhalten. Viele Studien haben gezeigt, dass mit diesen Programmen nur äusserst selten eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt gelingt. Diese „Integrations-Arbeitseinsätze“ dienen also einerseits einer verwerflichen Disziplinierung der Sozialhilfeabhängigen. Andererseits werden dadurch die Löhne im Niedriglohnsektor unter Druck gesetzt. Der Staat erschafft also aus eigener Initiative aktiv einen eigenen Niedrigstlohnsektor und greift auf diese Weise gewerkschaftliche Errungenschaften an. Die wirtschaftlichen Ursachen und Folgen sowie die politischen Angriffe, die daraus auf Sozialstaatabhängige und Angestellte erwachsen, sind Thema unserer Veranstaltung. Zudem wollen wir sozialpolitische und gewerkschaftliche Gegenrezepte ausloten und diskutieren.